Es gibt zwei bedeutende kommerzielle Kaffeesorten:
Coffea Arabica (Arabica) und Coffea Canephora (Robusta) – sie machen 99 % der weltweiten Kaffeeproduktion aus.
Arabica
Arabica-Kaffee wächst in einer Höhe von 900–2000 Metern über dem Meeresspiegel, bevorzugt in nährstoffreichen Böden, kühlerem Klima, feuchten und schattigen Regionen bei Temperaturen von 15–25 °C.
Die Wurzeln der Arabica-Pflanze dringen tiefer in den Boden ein (2,5–3 m) und ermöglichen dadurch eine bessere Mineralstoffaufnahme.
Daher ist Arabica aromatisch komplexer und besitzt reichhaltigere Geschmackseigenschaften.
Er ist an regnerisches Wetter angepasst, die Früchte sind regelmäßig verteilt und benötigen nur 9 Monate bis zur Reife.
Arabica enthält 15–17 % Fett, ist aromatischer, saurer und hat einen Koffeingehalt von 0,8–1,4 %.
Robusta
Robusta gedeiht in niedrigeren Höhen, zwischen 0–900 Metern. Die Wurzeln breiten sich seitlich aus (ca. 1,5 m tief), statt in die Tiefe zu wachsen, was zu einem schmaleren Geschmacksprofil führt.
Die Reifung dauert länger, etwa 10–11 Monate, und die Pflanze ist robuster gegenüber Schädlingen und Krankheiten.
Der Koffeingehalt liegt bei 1,7–4 %.
Qualität ist nicht nur eine Frage der Sorte
Entgegen der landläufigen Meinung ist „Arabica“ nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal – manche Arabica-Sorten sind minderwertiger als bestimmte Robustas.
Beispielsweise sind gewaschene Robustas aus Indien und Indonesien weltweit geschätzt, während Arabicas wie Rio Minas Gerais Grade 3 aus Brasilien, die auch in türkischem Kaffee verwendet werden, als sehr minderwertig gelten.
Die Bourbon- und Typica-Varietäten, die von Arabica abstammen, sind die Ursprungsformen aller heute angebauten Arabicas. Alle modernen Arabica-Sorten stammen durch Kreuzungen oder Mutationen dieser beiden Varietäten ab.
